Die Reportageschule

Ein Projekt der vhs Reutlingen

Das wird ein
aufregendes Jahr

Jeweils im Januar geht es los:
Wir bilden dich aus zur Reporterin, zum Reporter.
Das sind die 7 Prinzipien unserer Schule:
Mehr Schreiben.
Mehr Straße.
Mehr Recherche.
Mehr Verantwortung.
Mehr Start-Up.
Mehr Coaching.
Mehr Gemeinsinn.

Du brennst für exzellenten Journalismus. Du möchtest tiefer recherchieren, eleganter schreiben, vielfältiger erzählen. Du bist mutig. Du bist ein politischer Mensch. Dann bist du hier richtig. Denn Journalismus, wie wir ihn verstehen, ist ein Werkzeug der Aufklärung und unverzichtbar für die Demokratie.

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Team

Wir sind die sechs, die dich durch das Jahr begleiten (von links):
Wolfgang Bauer, „Zeit“-Reporter, weiß, wie du dich auch in den entlegenen Ecken dieser Welt zurechtfindest. Ariel Hauptmeier, erfahrener Textchef, wird mit dir wieder und wieder an deinen Sätzen feilen. Katrin Langhans vom Investigativteam der „Süddeutschen Zeitung“ kennt sich aus mit den neuesten Recherchetools. Philipp Maußhardt, Mitgründer dieser Schule, findet mit dir gemeinsam spannende Themen hinter der nächsten Hausecke. Heike Faller, Redakteurin beim „Zeit-Magazin“, bringt dir bei, strategisch zu denken und weiß, wie man Erfolg hat. Michael Obert von der Reporter-Akademie begleitet dich als Coach – und hilft dir, deine Stärken zu entwickeln.

Die sieben Prinzipien der Reportageschule

wie man mit Smartphone filmt, einen Podcast, eine Insta-Story und ein 360-Grad-Video produzierst. Aber der Kern des Unterrichts ist das Schreiben, das fortwährende, von wohlwollender Kritik begleitete Schreiben. Damit du dein Gehör schärfst und deine Ausdrucksmöglichkeiten erweiterst. Keine Woche wird vergehen, in der du nicht schreiben wirst, erst kürzere, dann immer längere Texte, erst lokale, dann Auslandsreportagen. Wir sind die deutschsprachige Journalistenschule, an der am meisten geschrieben wird.

bist du viel unterwegs, getreu unserem Motto: Bring gute Schuhe mit. Reportage ist Praxis, und darum schicken wir dich viel raus, in die Dörfer der Schwäbischen Alb, nach Peking oder Bukarest. Damit du lernst, wie man auf Menschen zugehst, wie man zuhört und beobachtet, Schwierigkeiten überwindet und sich durchbeißt. Reporter bahnen sich ihren Weg, indem sie ihn gehen.

schreiben Geschichten nicht um ihrer selbst willen, sondern weil sie unter den Nägeln brennen, weil sie wichtig und dringend sind, aktuell und relevant. Auch darum beginnt jede gute Story mit einer soliden Recherche. Du lernst, auf Interviewpartner und Informanten zuzugehen und ihnen die richtigen Fragen zu stellen. Lernst, im Netz zu recherchieren, investigative und datengetriebene Recherchen zu planen. Lernst, in die Tiefe zu bohren, so tief, bis du die Dissonanzen hörst. Denn dann erst hast du es verstanden.

ist ein Werkzeug der Aufklärung und ein Kernelement der Demokratie. Journalismus braucht Urteilskraft, Zeitgenossenschaft, Wachheit für die Spannung zwischen Oben und Unten. Wir werden dich ermutigen, immer wieder in die Peripherie zu gehen, an die Ränder des Landes. Dorthin, wo sich die Menschen abgehängt fühlen, abgewandt haben von der Demokratie und ihr Heil im Populismus suchen. Das ist uns wichtig. Die Gräben zu erkennen, die dieses Land spalten – und sie zu überwinden.

möchte, dass sie sich auszahlt, und das soll sie. Wir wollen euch ein Start-Up-Mindset mitgeben, euch beibringen, bei allen journalistischen Entscheidungen immer auch unternehmerisch zu denken. Werden euch begleiten, wie ihr Redaktionen Themen anbietet, euch helfen, mit Redakteurinnen und Redakteuren ins Gespräch zu kommen. Gut möglich, dass es künftig noch weniger Vollzeitstellen im Journalismus geben wird. Damit rechnet ihr. Denn ihr wisst, wie man als Unternehmer handelt.

werden zwischen 20 und 30 Jahre alt sein. Für viele ist das eine Zeit voller Fragezeichen. Auch hier wollen wir euch unterstützen, bei der, großes Wort, Entfaltung eurer Persönlichkeit. Über das Jahr verteilt werdet ihr euch mehrmals mit einem erfahrenen Coach zurückziehen, wird sich jeder und jede von euch fragen: Was sind meine Stärken? Für was brenne ich? Wie kann ich beides, mein Talent und mein Feuer, verschmelzen zu einer Vision für meine Karriere?

Wir schreiben Gemeinschaft groß. Wir wollen nicht nur von den Dozentinnen und Dozenten lernen, sondern auch voneinander. Die Reportageschule ist ein wenig wie ein Internat: Ein Teil von euch wird im Schulhaus wohnen, einem alten Fachwerkbau in der Altstadt. Reutlingen ist Provinz, und das ist gut so: Der Zusammenhalt ist hier ungleich größer als in einer Großstadt. Aus vielen Jahrgängen wurden verschworene Gemeinschaften. Eine beglückende Erfahrung.

Der Unterricht

Journalismus ist Praxis, ist Übung, ist Erfahrung. Das Jahr gliedert sich in Blöcke. Unterrichtswochen, in denen du dein Handwerkszeug lernst, wechseln mit Projektwochen, in denen du rausgehst und eigenverantwortlich recherchierst und schreibst. Ein Aufenthalt im Ausland gehört ebenso zum Lehrplan wie die Zusammenarbeit mit professionellen Fotografen in der Abschlussarbeit, dem GO-Magazin. Dozenten aus vielen großen Redaktionen begleiten dich durch das Jahr.

We are family​

Reutlingen ist beste schwäbische Provinz: ein bisschen Großstadt, ein bisschen Dorf. Du lebst ein Jahr lang im Zentrum der Stadt, in einem denkmalgeschützten Gebäude mit Garten. Du wirst im Frühjahr nach Bärlauch im Wald schnüffeln und im Herbst Apfelmost in der Kelter pressen. Wirst Bauern auf der Schwäbischen Alb zum Klima­schutz interviewen und dabei kein Wort verstehen. Riechen, fühlen, schmecken – wir schulen deine Wahrnehmung. Unsere Schule hat keine Schulglocke. Oft sitzen wir noch abends zusammen und diskutieren über Texte und Themen. Oder bruzzeln in der großen Paellapfanne unser Abendessen.

Die Absolvent*innen

Welchen Weg du nach der Reportageschule einschlägst? Das hängt nur von
dir ab. Marius Münstermann berichtet heute als freier Reporter aus Krisengebieten, Nicola Meier ist Redakteurin beim „ZEITmagazin“. Mathias Becker hat eine Agentur mitgegründet, Lucas Vogelsang schreibt Bücher, Lena Müssigmann wurde Reporterin bei der „Schwäbischen Zeitung“, Diana Laarz verschlug es zu GEO.

Viele von unseren Absolvent*innen arbeiten frei für Magazine und Zeitungen, andere schreiben für Pressestellen oder NGOs. Manche haben sich zu Netzwerken zusammengeschlossen, um Recherchen und Aufträge gemeinsam zu bewältigen – wie zum Beispiel die Journalist*innen vom „Textsalon“.

Über das Netzwerk Reportageschule e. V. halten die Alumni Kontakt zueinander, und jedes Jahr, wenn der aktuelle Jahrgang verabschiedet wird, kommen viele der Ehemaligen nach Reutlingen, stoßen mit den Neuen an und treffen sich zu Fortbildungen.

Finanzierung​

Die Ausbildung an der Reportageschule kostet pro SchülerIn rund 30.000 Euro. Davon zahlst du 2.400 €, also 200 € pro Monat, den Rest finanzieren das Land Baden-Württemberg und unsere Unterstützer. Dafür erwarten wir von dir Leidenschaft und Zuverlässigkeit. Es gibt die Möglichkeit, die Ausbildung über ein Stipendium zu finanzieren. Wir helfen dir mit den richtigen Adressen.

Bewerbung

Vielleicht hast du Physik studiert, bei einer Lokalzeitung volontiert oder länger bei einer NGO gearbeitet. Vielleicht hast du gerade erst Abitur gemacht oder arbeitest schon seit einigen Jahren als Möbelverkäufer. Das ist alles prima. Es gibt keinerlei formale Voraussetzungen, um sich bei der Reportageschule zu bewerben.

Allerdings möchten wir dein journalistisches Talent erkennen, dein Gespür für Themen, deinen Ehrgeiz, die beste Story zu erzählen. Wir möchten sehen, dass du Sprachgefühl hast, dass du neugierig, empathisch, energisch bist. Dann möchten wir dich kennenlernen.

Bitte schick uns deine Bewerbungsunterlagen per E-Mail in einem PDF (!) jeweils bis zum 1. Oktober eines Jahres an
info@reportageschule.de

  • einen Lebenslauf (eine DIN A4 Seite)
  • ein Motivationsschreiben (eine DIN A4 Seite)
  • drei Arbeitsproben.

Wir sichten die Bewerbungen und laden aussichtsreiche Kandidatinnen und Kandidaten zum Gespräch nach Reutlingen ein. Bis Mitte Oktober steht fest, wie sich der nächste Jahrgang zusammensetzt.

Die Reportageschule
Ein Projekt der vhs Reutlingen
Spendhausstraße 6
72764 Reutlingen
Telefon 07121 336-182
info@reportageschule.de

Die Reportageschule wurde 2005 gegründet. In den ersten 14 Jahren war sie angebunden an die renommierte Reportage-Agentur Zeitenspiegel. Sie wird begleitet von einem Kuratorium, zu dem unter anderem Uta-Micaela Dürig, Alexander Smoltczyk, Edzard Reuter, Cordt Schnibben, Ingrid Kolb, Götz Werner gehören.

Presseschau

Personelle Verstärkung für eine strategische Weiterentwicklung

Mit Uta-Micaela Dürig übernimmt eine gelernte Journalistin und ausgewiesene Wirtschaftsexpertin den Vorsitz im Kuratorium der Reutlinger Reportageschule.

Hier geht’s zur Pressemitteilung.

Neustart der Reportageschule in Reutlingen: „Raus in die Gerichtssäle, Kaninchenställe, Plattenbauten.“ Das Leitungsteam Ariel Hauptmeier und Philipp Maußhardt im Interview beim Branchendienst Meedia.

FAQ

Die VHS Reutlingen ist Trägerin der Reportageschule. Sie ist eine gemeinnützige GmbH und zählt zu den größten und erfolgreichsten Volkshochschulen Deutschlands. Die pädagogische Leitung haben die sechs Journalisten.

Nein. Alle Recherchekosten im Laufe des Schuljahres werden übernommen.

Eigentlich ja, aber für manche Projekte musst du auch am Wochenende recherchieren, wobei: Das lässt sich gut im Voraus planen.

Die Schule hat im Dachgeschoss vier Zimmer in einer großen, schön möblierten WG. Bei mehr als vier Bewerbern entscheidet das Los.

Brauchst du nicht, schadet aber auch nicht. Denn wir sind häufig unterwegs an Orten, wo der öffentliche Nahverkehr versagt.

Wir besprechen gemeinsam, wo ein Praktikum für dich Sinn ergibt. Wir unterstützen dich bei deiner Bewerbung.

Die meisten Träger akzeptieren unsere Schule als Berufsausbildung und du kannst dich zum Schüler-/Studententarif versichern.

Philipp Maußhardt, Mitgründer dieser Schule, findet mit dir gemeinsam spannende Themen hinter der nächsten Hausecke.

Katrin Langhans vom Investigativteam der „Süddeutschen Zeitung“ kennt sich aus mit den neuesten Recherchetools.

Ariel Hauptmeier, erfahrener Textchef, wird mit dir wieder und wieder an deinen Sätzen feilen.

Heike Faller, Redakteurin beim „Zeit-Magazin“, bringt dir bei, strategisch zu denken und weiß, wie man Erfolg hat.

Michael Obert von der Reporter-Akademie begleitet dich als Coach – und hilft dir, deine Stärken zu entwickeln.

Wolfgang Bauer, „Zeit“-Reporter, weiß, wie du dich auch in den entlegenen Ecken dieser Welt zurechtfindest.

Kontakt

Die Reportageschule
Spendhausstraße 6
72764 Reutlingen
Tel: 07121 336-182
info@reportageschule.de

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