Details zur Ausbildung

Beginn
Jährlich zum 1. Oktober (der genaue Unterrichtsbeginn kann je nach Wochentag etwas variieren)

Dauer
12 Monate inkl. Praktikum (ca. 2 Monate), Auslandsreportagewoche und Erstellen einer Zeitschrift als Abschlussarbeit

Kosten der einjährigen Vollzeitausbildung
195,00 Euro pro Monat plus 60,00 Euro Anmeldegebühr (einmalig)

Das "Schulhaus"

Seit Oktober 2011 bewohnt die Reportageschule eines der ältesten Häuser der Stadt, genau gegenüber der Volkshochschule, an der sie organisatorisch angesiedelt ist. Der Bau des Hauses am damaligen westlichen Rand der Stadt geht auf das Jahr 1559 und damit noch weit vor den großen Stadtbrand von 1726, dem 4/5 der damaligen Gebäude zum Opfer fielen, zurück. Der rautenförmige Grundriss ragt über die Grundmauern des Vorgängergebäudes hinaus. Die Bewohner des zweigeschossigen Gebäudes waren "Ackerbürger", die Landwirtschaft, jedoch keine Viehhaltung, betrieben und das Bürgerrecht hatten. Die große lichte Höhe von über 3,70 m im Erdgeschoss resultiert aus der Tenneneinfahrt. Viele Räume in dem aufwändig sanierten und denkmalgeschützten Gebäude haben historische Dielenböden, Vollholztüren und einfachverglaste Fenster. Erhalten wurden auch die (nach der Renovierung nicht mehr sichtbaren) Flechtwände aus Haselnussholzgeflecht mit Lehmverkleidung. Im Obergeschoss an der Ostwand der Stube wurde eine Beistrichmalerei aus der Entstehungszeit gefunden. Besonders auffällig ist die erhaltene Fachwerkwand mit Weidengeflecht und Lehmausfachungen zwischen ehemaliger Tenne und dem Eingangsflur.

Im obersten Stock ist das "erste Journalisteninternat Deutschlands": hier wohnen vier Reportageschüler, Küche und Bäder werden gemeinsam genutzt.

Günter Dahl

In der Reportage wird jene journalistische Stilform gepflegt, die dem Bedürfnis nach Vertiefung entspricht. Genaues Wahrnehmen, akribische Recherche und detailgetreues Beschreiben sind die Voraussetzungen. In den klassischen Ausbildungsgängen zum Journalisten spielt die Reportage meist nur eine untergeordnete Rolle.

Deshalb hat sich die Reportage-Agentur Zeitenspiegel in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Reutlingen zur Gründung einer Reportageschule entschlossen. Zeitenspiegel mit Sitz im schwäbischen Weinstadt hat eine mehr als 20-jährige Erfahrung im Text- und Fotojournalismus. Mit ihrem Netz an Mitarbeitern im In- und Ausland verfügt Zeitenspiegel über Kontakte zu vielen regionalen und internationalen Medien.

Seit 1998 schreibt Zeitenspiegel jährlich den „Hansel-Mieth-Preis“ für engagierte Reportagen in Wort und Bild aus; er gilt mittlerweile als einer der wichtigsten deutschen Journalistenpreise. Mit dem „Gabriel-Grüner-Stipendium“ versetzt die Agentur jedes Jahr junge Journalisten in die Lage, ein Reportage-Projekt zu verwirklichen.

Unser Anspruch: Glaubwürdigkeit in Wort und Bild als die Grundpfeiler jeder Reportage zu vermitteln.

Die Zeitenspiegel-Reportageschule ist dem im April 2004 verstorbenen Journalisten und Zeitenspiegel-Mitglied Günter Dahl gewidmet. Sein Name steht für Anspruch, Glaubwürdigkeit und Verantwortung im Journalismus.

"Ein Reporter des Lebens. Einer, der weiß, dass auf einem Quadratmeter Schrebergarten mehr Wunder zu finden sind, als mancher Reporter auf einem Kontinent findet."

(Henri Nannen über Günter Dahl)