Reportagen
Arbeiten
von Reportageschülern und Absolventen
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Wo ist Dirk?
Dirk Schiller war drei Jahre alt als er verschwand. Einfach so, beim Spielen, im Harz-Urlaub. Seine Mutter hat nicht aufgehört, ihn zu suchen, an keinem einzigen Tag in 30 Jahren..
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Von Marco Lauer, Brigitte, 03/2010
Der Denker und die Bäuerin
Er war einer der führenden Intellektuellen der Republik. Doch die Demenz nahm dem Rhetorikprofessor und Literaten Walter Jens seine Sprache und seinen Geist. Eine schwäbische Landwirtin pflegt den 86-Jährigen nun mit aller Hingabe.
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Von Dagny Riegel, Focus 47/2009
Der Doktor und das teure Vieh
Was Tiere den Besitzern wert sind, zeigt sich, wenn sie krank sind. Ein Besuch in Pferdeklinik, Kleintierpraxis und beim Landtierarzt.
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Von Johan Kornder, Badische Zeitung, 02.10.2009
Essbare Landschaft
Die Organisation "Slow Food" ist die Hüterin des guten Geschmacks. Sie fordert von Produzenten bedingungslose Qualität und fördert den Absatz regionaler Lebensmittel. Ein Streifzug mit Luciano Bertini, dem Slow-Food-Präsidenten von Pistoia durch seine Stadt..
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Von Arwen Möller, stern.de, 17.10.2009
Falscher Feind
Die Verlage kämpfen gegen Google - weil sie ihre eigene Rolle im Internet noch nicht gefunden haben.
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Von Jan Söfjer, Berliner Zeitung, 06.08.2009
Stuttgarter Schnitzeljagd in drei Gängen
Ein Menü voller Überraschungen: Beim Jumping Dinner kennen die Gäste weder ihre Gastgeber noch wissen sie, was auf den Teller kommt. Sie hetzten von Ort zu Ort, jeder Gang wird in einer anderen Wohnung serviert.
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Von Ellen Köhrer, Stuttgarter Zeitung, 01.07.2009
Die Basis kocht, Andrea Nahles beschwichtigt Bei der SPD ist die Stimmung im Keller. Wer von den Parteigranden in diesen Tagen auf das Parteivolk trifft, muss sich warm anziehen - sowie Andrea Nahles am Mittwochabend in Stuttgart. Sie redete das EU-Wahlergebnis schön.Die Basis sagte: "Wir können es nicht mehr hören." Ortstermin in der ideologischen Kampfzone der SPD.
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Von Katharina Schönwitz,
"stern.de", 11.06.2009
Im Traum renne ich davon - auf zwei Beinen
Im April 2006 trat Kimhour aus Kambodscha auf eine Landmine. Sie explodierte und verletzte den Jungen so schwer, dass sein Bein amputiert werden musste. In GEOlino erzählt der 13-Jährige von seinem Unfall - und wie es ihm heute geht.
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Von Ellen Köhrer, GEOlino Nr. 6/Juni 2009
Hier überall war Jesse Owens
Vor den Toren Berlins steht das Olympische Dorf von 1936. Fritz Wandt hat hier als Junge die Autogramme von Sportlern aus aller Welt gesammelt. Ihn schmerzt es, dass der Ort mehr und mehr in Vergessenheit gerät.
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Von Kristin
Oeing,Frankfurter Rundschau, 29.05.2009
Schlechte Aussichten
Schwerin ist Landeshauptstadt und Gastgeber der Bundesgartenschau 2009. Zwei Millionen Besucher werden erwartet - während der einstige Vorzeigestadtteil Mueßer Holz verödet.
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Von Tanja Krämer, Der Tagesspiegel, 10.05.2009
Altern hinter Gittern
In Singen am Bodensee steht Europas einziges Gefängnis für Senioren. Hier sitzen Betrüger, Vergewaltiger und Mörder. Die Lebensabend-JVA bietet ihnen gewisse Annehmlichkeiten.
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Von Marco Lauer, Focus, 04.05.2009
Das ist jetzt unser Bier!
Langsam, aber stetig wächst das Hamburger Getränkeunternehmen „Premium“ über sich hinaus. Was als Protestaktion angefangen hat, ist jetzt echte Wirtschaft - das macht auch anderen alternativen Getränkelabels Mut.
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Von Sara Mously,
Biorama, 04/2009
Die Aliens sind unter uns
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Von Tanja Krämer, Frankfurter Rundschau, 25.04.2009
Der Filmreinbringer
Was er zeigt, muss zum Ort passen. Notfalls krempelt Holger Kraus alles um - sein postmodernes Wanderkino ist krisenfest.
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Von Sara Mously,
SZ-Wochenende, 28.03.2008
Wo ist Schembera?
Ein geistig behinderter Mann aus Fellbach und sein Weg zur Bronzemedaille im Skilanglauf.
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Von Kristin
Oeing,Stuttgarter Zeitung, 05.03.2009
Der Alpdruck
DieSchweiz baut seit 1999 den längsten Tunnel der Welt - ebenerdig durch den Sankt Gotthard. 57,2 Kilometer wird er lang, 24 Milliarden Franken kosten, Ende 2017 soll er fertig sein. Dann können die Kinder der Arbeiter in 20 Minuten durchfahren, weshalb sie ihre Väter jahrelang kaum sahen.
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Von Marco Lauer, Der Tagesspiegel, 04.01.2009
Der Wochenend-Indianer
Aus den Slums der Millionenstadt ins 80-Einwohner-Dorf: Jedes Wochenende verwandelt sich Elvin aus Panama zum Indianer. Doch die Heldenmärchen seines Vaters nerven genauso wie Misserfolge beim Speerfischen - und auch die Mädchen sind in Panama City interessanter.
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Von Kristin
Oeing,Spiegel-Online, 07.11.2008
Kissenschlacht mit einer alten Dame
Rückstand, Ausgleich, Rückstand, Führung, Ausgleich: Selten war ein Spiel mit so ungleichen Voraussetzungen so spannend wie der Champions-League-Auftakt des HSV vor acht Jahren.
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Von Lucas Vogelsang,
Spiegel Online, 04.11.2008
Il Borro - Ein Dorf
wird Dornröschen
Lange war Il Borro ein trister Flecken in der Toskana. Dann
kam Salvatore Ferragamo - und machte den Ort zum Schmuckstück.
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Von Carolin Gagidis-Rappenberg und Kristin
Oeing, Der Tagesspiegel, 05.10.2008
Placebo-Effekt
Die Heilkraft der Zuwendung
Ein aufmunterndes Wort, eine Tablette ohne Wirkstoff - und die Schmerzen verschwinden: Die Kraft der Zuwendung und der Zuversicht kann wahre Wundervollbringen.
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Von Katrin Zöfel, Gesundheit und Gesellschaft, 9/08
Der Vertreter
Erwin Schaible ist seit 32 Jahren immer unterwegs. Als selbständiger
Handlungsreisender verkauft er rustikale Möbel. Ein Beruf,
den man sehr mögen muss, um ihn durchzuhalten.
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Von Marco Lauer,
Brand eins 08/08
Endstation ungewiss
Als vor knapp einem Jahr Zehntausende in Burma gegen die Militärdiktatur
demonstrierten, war das Land in Südostasien einige Tage
lang in allen Nachrichten. Heute bestimmen andere Themen die
Schlagzeilen, doch 150 politische Dissidenten, die nach den
Protesten aus Burma in eine grenznahe Stadt im benachbarten
Thailand fliehen mussten, möchten die Weltöffentlichkeit
wach halten – und träumen davon, bald wieder irgendwo
zu Hause zu sein.
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Von Ellen Köhrer,
(Absolventin des 1. Jahrgangs), GALORE, Volume 42, September
2008
Wasserpreis für einen Tropfenzähler
Der Erfinderdes virtuellen Wassers plädiert füreinen sparsamen Umgang mitdem kostbaren Nass.
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Von Katrin Zöfel,Mittellandzeitung (Schweiz),, 22.08.2008
Schlaflos im Pflegeheim
Frau Schäfer redet die ganze Nacht, Herr Huber will ständig
seine Windel gewechselt haben, Frau Koch liegt im Sterben.
Eine Nachtschicht auf der Pflegestation im Mutter-Werner-Heim
in Reutlingen
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Von Birgitt Cordes,
Die Zeit, 21.08.2008
Kein Kinderspiel
Die Seifenblasen von Pustefix sind leicht. Weniger leicht
ist es für den Hersteller, am Markt zu überleben.
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Von Karin
Kontny, "enable", Sonderbeilage der Financial
Times Deutschland, August 2008
Warum Bioenergie selten grün ist
Von wegen klimafreundlich: Die meisten gängigen Biotreibstoffe sind schädlicher als herkömmliches Benzin. Aber es gibt Ausnahmen.
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Von Katrin Zöfel, Die Welt, 05.07.2008
Höhenrausch
Armes Andermatt: Erst gingen die Touristen, weil das Militär
lärmte, dann gingen die Soldaten – und damit Jobs
und ein Drittel der Einwohner. Nun verspricht ein steinreicher
Ägypter dem Ort eine glänzende Zukunft. Und Andermatt
hofft.
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Von Marco Lauer,
(Absolvent des 1. Jahrgangs), Der Tagesspiegel, Nr. 19934,
15.06.2008
Sie nannten ihn Django
Beim Spiel gegen Russland ruhen die Hoffnungen der Spanier
auf Daniel Guiza. Der Mann, der schneller schießt als
sein Schatten und aussieht wie Franco Nero, blickt auf eine
Karriere zurück, die auch unter der Brücke hätte
enden können.
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Von Lucas Vogelsang,
11Freunde, 10.06.2008
Ein Leben gegen Gentechnik
Lea Hinze ist 28 Jahre alt und hat sich entschieden: Für
den Kampf gegen Grüne Gentechnik, gegen ein bürgerliches
Leben. Warum sich die Aktivistin dazu verpflichtet fühlt.
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Von Anke Lübbert,
taz.de, 28.05.2008
Hanna in Halberstadt
Nirgendwo gibt es so viele rechtsextreme Straftaten wie in
Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Auch bei den Gewalttaten liegen
diese Regionen vorn. Nicht rechtsextreme junge Leute wandern
aus, sobald sie können. Ein Augenschein.
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Von Anke Lübbert
und Julia Rommel,
WOZ - Die Wochenzeitung, 29.05.2008
Die europäische
Depression
Einst gab Ryan Giggs seinem Großvater ein Versprechen:
Ja, Opa, ich spiele für Wales. Was den alten Mann glücklich
machte, verbaute dem Athleten den Weg zu einem Weltturnier.
Dennoch will er mit einem großen Titel abtreten.
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Von Lucas Vogelsang,
11Freunde, 21.05.2008
Kloster statt Jugendknast
Seit September 2003 können jugendliche Straftäter
in Baden-Württemberg ins Kloster Frauental anstatt ins
Gefängnis kommen. In der Jugendhilfeeinrichtung Projekt
Chance sollen sie zu gesetzestreuen Bürgern werden. Das
Experiment hat einige Erfolge vorzuweisen.
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Von Ellen Köhrer,
(Absolventin des 1. Jahrgangs), Neue Zürcher Zeitung,
31.03.2008
Was bewegt ... Dietrich
Mateschitz?
Er machte aus dem Erfrischungsgetränk Red Bull eine Weltmarke
und aus sich selbst einen Multimilliardär. Sein Leitspruch:
Marketing ist alles.
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Von Marco Lauer,
(Absolvent des 1. Jahrgangs), Die Zeit, Nr. 16, 10.04.2008
Jeder Zentimeter schmerzt
Die Kameras sind weg, der Hang rutscht weiter. Seit drei Monaten
kämpft eine oberösterreichische Gemeinde gegen einen
Berg
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Von Sara Mously,
Die Zeit, Nr. 14, 27.03.2008, Österreich-Ausgabe
"Ich hasse mich"
Freitag. Endlich Wochenende. Feiern gehen, entspannen, den
Sonntag im Bett verbringen. Wir freuen uns. Doch für
Johanna (so will sie genannt werden) sind Wochenenden die
Hölle.
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Von Lucas Vogelsang,
Der Tagesspiegel, 29.02.2008
"Habgier
so verbreitet wie nie"
Er will einheitliche Steuern in Europa und greift die Gier
nach dem kurzfristigen Profit an. Im stern.de-Interview fordert
der ehemalige Daimler-Benz-Chef Edzard Reuter, dass Unternehmer
sich nicht dem "Rausch des Schnellen" hingeben sollen.
Ein Appell zu seinem 80. Geburtstag.
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Von Karin
Kontny, stern.de, 14.02.2008
In ständiger
Angst
Neonazi-Aussteiger Markus T. knetet seine Hände, Schweiß
steht ihm auf der Stirn. "Ich habe Angst", sagt
er leise. Er starrt Kriminalhauptkommissar Andreas Taube an.
Die beiden haben sich in den letzten Monaten regelmäßig
getroffen. Wo, darf niemand wissen. Ohne Handy mit gespeicherter
Notfallnummer der Polizei geht Markus T., 26, nicht aus dem
Haus. Überall könnten seine ehemaligen Kumpane lauern.
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Von Kristin Oeing,
Frankfurter Rundschau, 24.01.2008
Der Tod kommt im Morgengrauen
Mit Jäger Wolfgang Auer und seinen Gästen auf Entenjagd
am Breitenbachsee im Wasenwald
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Von Sara Mously,
Reutlinger General-Anzeiger, 23.01.2008
"Rauchverbot
geht an die Substanz"
Viele Menschen regen sich über das Rauchverbot in Kneipen
auf. Uli Neu geht aktiv dagegen vor. DerTübinger Wirt
hat Verfassungsbeschwerde eingelegt. Er ist empört über
den staatlichen Eingriff inGrundrechte - und in die schwäbische
Gemütlichkeit.
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Von Markus Wanzeck,
stern.de, 10.01.2008
Ausfahrt in ein neues
Leben
In einer Tübinger Behinderten-Fahrschule lernte der querschnittsgelähmte
Dietmar Thurau Auto-Mobilität
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Von Sara Mously,
Schwäbisches Tagblatt, 03.01.2008
Die Laserkanone der
Demokratie
Chaos Computer Club
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Von Markus Wanzeck,
stern.de, 23.12.2007
Für einen Euro
am Tag
Bürgerkrieg und die Gewaltherrschaft der Roten Khmer
haben Kambodscha zu einem der ärmsten Länder der
Welt gemacht.
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Von Ellen Köhrer,
(Absolventin des 1. Jahrgangs), Cicero 12/2007
Auf dem Weg in die
Hauptstadt
Oswald Metzger bereut nichts. Auch nicht seine Aussage, dass
viele Sozialhilfeempfänger ihren Lebenssinn darin sähen,
Kohlehydrate und Alkohol in sich hinein zu stopfen.
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Von Katharina Schönwitz,
"stern.de", 23.11.2007
Totales Theater
Serdar Somuncu ist Deutschlands spannendster Comedian –
weil er keiner ist.
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Von Lucas Vogelsang,
Zitty Berlin, 22.11.2007
Der
schicke Brüter
In „Garching II“ können Münchner Studenten
billig wohnen und lernen. Was nach Atomkraftwerk klingt, ist
preisgekrönte Architektur.
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Von Selina Byfield,
Der Tagesspiegel, 14.10.2007
Eine autonome Republik
Ökonomische Spielregeln gelten auch für Klöster.
Wie die geografische Lage und das Profil über das finanzielle
Überleben einer Gemeinschaft entscheiden.
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Von Julia Rommel,
WOZ - Die Wochenzeitung, 04.10.2007
Das perfekte Stück
Wildnis
Unterwegs mit dem leidenschaftlichen Drehortsucher Paul Sebastian
Moreau
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...
Von Anke Lübbert,
Stuttgarter Zeitung, 29.09.2007
Unterzapft is'!
Sechs Millionen Maß werden Jahr für Jahr auf dem
Münchner Oktoberfest getrunken. Fast jede ist schlecht
eingeschenkt. Der "Verein gegen betrügerisches Einschenken"
hat dem Unterschank den Kampf angesagt.
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Von Markus Wanzeck,
stern.de, 27.09.2007
Unsere Stadt soll
schöner klingen
Sie pirschen mit Mikrofonen durch die Städte und vermessen
die akustische Umwelt: Die Anhänger der Soundscape-Bewegung
suchen die "Klangschaft" hinter der Landschaft.
Warum es sich lohnt, den Geräuschen um uns herum mehr
Beachtung zu schenken
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Von Anne Meyer,
tazzwei, 19.09.2007
Jean Ziegler: Der
Alpen-Anarchist
Stimme der Armen, Schreck der Mächtigen oder Vaterlands-
verräter und Lügner: Trotz seiner 73 Jahre wettert
der Politiker und Starautor gegen Globalisierung, Raubtier-
kapitalismus und die Schweizer Gemütlichkeit.
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Von Marco Lauer,
Rheinischer Merkur, 06.09.2007
Grüße aus
San Luca
Nach dem Blutbad von Duisburg, bei dem sechs junge Männer
im Kugelhagel starben, ist deutlich geworden: Die italienische
Mafia lebt längst in unserer Nachbarschaft. Und konnte
so einen alten Krieg zweier Clans aus Kalabrien ins Ruhrgebiet
tragen.
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Von Kety Quadrino,
Stern 35/2007, 23.08.2007
Ein Dorf ohne Luft
zum Atmen
Die Mafia-Hochburg San Luca
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Von Kety Quadrino,
stern.de, 23.08.2007
„Disch kenn
isch doch“
Die Rolle seines Lebens liegt nur siebzehn Kilometer entfernt
von Oliver Hoff. Auf dem Melaten-Friedhof, wo Köln seine
Prominenten begräbt. Auch Willy Millowitsch. Hoff, 62
Jahre alt, ist Millowitschs einziger Imitator in Deutschland.
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Von Marco Lauer, Rheinischer
Merkur, 16.08.2007
Der Abgesang der Männer
Im schwäbischen Dettingen bei Horb löst sich nach
150-jährigem Bestehen der Männergesangverein auf.
Es fehlt der Nachwuchs. Die letzten verbliebenen Mitglieder
im Durchschnittsalter von 75 Jahren motten die Vereinsfahne
ein.
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Von Kety Quadrino,
Sonntag Aktuell, 12.08.2007
In einem fast rechtsfreien Raum
In einer Ausländerbehörde in
Mecklenburg-Vorpommern inszenieren sich Angestellte als Vollstrecker
von Recht und Gesetz - mit Schusswaffen zwischen Aktenordnern.
Ein Skandal.
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Von Anke Lübbert,
taz, 10.08.2007
Die Piste bleibt grün
Auf der Alb in Baden-Württemberg ist das Zeugnis einer
vergangenen Klimaepoche zu besichtigen: Der Salach-Skilift.
Jetzt wird er verkauft.
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Von Markus Wanzeck,
Die Zeit, Nr. 29, 12.07.2007
Widerständiger
Krautkopf
Helmut Schumacher wehrt sich wie andere Filder-Bauern gegen
eine weitere Startbahn am Stuttgarter Flughafen
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Von Julia Rommel,
Frankfurter Rundschau, 10.07.2007
Zurück in die
Heimat
Die verlorene Heimat wollten sie hier finden und gute Arbeit.
Viele wurden enttäuscht, weil die Vorstellungen von Deutschland
nicht der Wirklichkeit standhielten. Deshalb zieht es nun
seit etwa zwei Jahren immer mehr Russlanddeutsche zurück
in den Osten.
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Von Marco Lauer,
Berliner Zeitung, 11.06.2007
Panther sind auch
nur Menschen
Rainald Grebe, Komödiant, Kabarettist, Brandenburg-Hasser,
geht jetzt unter die Volksmusiker.
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Von Lucas Vogelsang,
Der Tagesspiegel, 09.06.2007
Wie lebt man mit Nazis?
Ein Dorf in Baden-Württemberg wird zum Schauplatz eines
Bandenkriegs zwischen rechter und linker Szene.
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Von Karin
Kontny, Die Zeit, Nr. 17, 19.04.2007
Der letzte Zeuge
Vor 63 Jahren wurden 108 Einwohner des toskanischen Dorfes
Vallucciole systematisch umgebracht. Die Mörder handelten
auf Befehl der Wehrmacht. Aber es waren nicht nur Deutsche
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Von Lucas Vogelsang,
taz-Magazin, 14.04.2007
Savon und Mary sammeln
Müll statt gute Noten
30 Jahre Bürgerkrieg und die Schreckensherrschaft der
Roten Khmer haben aus Kambodscha eines der ärmsten Länder
Südostasiens gemacht. Viele Familien treibt die Armut
in die Hauptstadt. Dort müssen meist auch die Kinder
mithelfen, die Familie zu ernähren. Allein auf der Mülldeponie
Phnom Penhs arbeiten 130 Kinder mit ihren Familien.
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Von Ellen
Köhrer
(Teilnehmerin 2005/2006), Neue Zürcher Zeitung, 27.03.2007
Traumtänzer -
Tänzertraum
Ernesto Rych ist am Ziel. Der 26-jährige Deutsch-Argentinier
wurde mit seiner Mannschaft Weltmeister im Formationstanzen.
Seit zwei Jahren arbeitet er darauf hin, hat sein ganzes Leben
umgestellt und jeden Tag trainiert.
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Von Ursel Nendzig,
März 2007
Luigi Colani, Meister
der Empörung
Ortstermin: Bei einer Ausstellung im Stuttgarter Flughafen
zeigt Stardesigner Luigi Colani seine Modelle für treibstoffarme
Jets....
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Von Karin
Kontny (Teilnehmerin 2005/2006), "stern.de",
04.03.2007
Warum, zum Donner,
Bratislava?
Wo, bitte, sind deine slowakischen Beiseln? Wegen einer Melange
fahren wir nämlich nicht rüber.
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Von Ursel Nendzig,
"Die Presse", Reisebeilage, 03.03.2007
3000 Kilometer ostwärts
EineWohnmobilreisedurchsBaltikum.
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Von Karin
Kontny (Teilnehmerin 2005/2006), "Sonntag Aktuell",
14.01.2007
Schule trifft Labor
In einem Bremerhavener Projekt arbeiten Schüler drei
Jahre lang mit Forschern zusammen. Dabei lernen siemehr, als
sie für die Schule brauchen.
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Von Katrin Zöfel
(Teilnehmerin 2005/2006), "Die Zeit - Chancen",
05.10.2006
Ein gemischtes Doppel
Zwei junge Männer im Remstal übernehmen Verantwortung:
Seit einigen Jahren sitzen sie im Gemeinderat. In der verzwickten
Kommunalpolitik fühlen sie sich mittlerweile wie zu Hause.
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Von Katrin Zöfel
(Teilnehmerin 2005/2006), "Sonntag aktuell", 10.09.2006
"Die Stimme der
rumänischen Gemeinde Stuttgarts"
Vereinsleben in Stuttgart (2): Das Deutsch-Rumänische
Forum Stuttgart setzt sich für den Dialog zwischen den
Kulturen ein.
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...
Von Katharina Schönwitz,
"Stuttgarter Zeitung", 08.08.2006
Stirb an einem anderen
Tag
Im Norden von Berlin kann man für ein Wochenende in die
Rolle von James Bond schlüpfen – Fallschirmsprung
und Wodka-Martini inklusive.
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Von Christian Schnohr,
"Frankfurter Rundschau", 14.10.2006
Im Zeichen des Krebses
Wasser ist sauber, wenn es lebt. Hans-Jürgen Hahn untersucht
die Fauna des Untergrunds. IhreZusammensetzung verrät
dem Biologen, wie es um unser wichtigstes Lebensmittel bestellt
ist.
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Von Katrin Zöfel
(Teilnehmerin 2005/2006), "Die Zeit - Wissen", 31.08.2006
Etwas zu wenig Punk
Sie wollten mehr wissen über
Ökonomie, soziale Rechte,
Neoliberalismus. Bei der Attac-Sommerakademie treffen Alt-68er
und Neu-Frustierte aufeinander - und lernen, dass Widerstand
nicht
gleich Widerstand ist.
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Von Philipp
Eins, "Stern-Online", 07.08.2006
Protest durch Präsenz
Das Dorf "Neve Shalom/Wahat a-Salam" übt den
politischen Protest gegen die militaristische israelische
Politik allein durch seine Präsenz. Juden und Araber
leben dort friedlich miteinander, betreiben gemeinsam eine
Schule und ein spirituelles Zentrum.
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Von Philipp
Eins, "Stern-Online", 18.07.2006
Geht nicht - gibt's
nicht
Sergeant George Perez wollte ein Held werden. Deshalb zog
er in den Krieg gegen den Irak. Als Versehrter kehrte er nach
Hause zurück. Heute dient er in Afghanistan.
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Von Carsten Stormer,
"Cicero", Juli 2006
Töne Mannheims
Studierende der Popakademie Baden-Württemberg stürmen
die Konzerthallen und machen die Metropole am Rheinzur heimlichen
Musikhauptstadt.
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Von Karin
Kontny (Teilnehmerin 2005/2006), "1stein",
Juni 2006
Willkommen in der
Baggergrube
Der Wolf breitet sich in der Lausitz aus. Doch nichts mit
idyllischer Wildnis: Die Raubtiere schnüren durchTagebauten
und siedeln sich auf Schießplätzen an.
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Von Katrin Zöfel
(Teilnehmerin 2005/2006), "Die Zeit - Wissen", 01.06.2006
Schweizer im Nebel
Östlicher Kongo, Zentralafrika; Wiege der Menschheit.
Carlos Schuler ist auf dem Weg zu einer Verabredung mit dem
nächsten Verwandten des Menschen – dem Gorilla.
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Von Carsten Stormer,
Sie+Er, das Magazin des "Sonntagblick", Oktober
2005
Alle zwanzig Minuten
ein Opfer
Verstümmelung und Tod gehören in Ländern wie
Kambodscha seit Jahrzehnten zum Alltag. Neuerdings boomt das
Geschäft mit künstlichen Gliedern wie lange nicht
mehr. Der Krieg der USA gegen den Terror hat nun auch makabre
Folgen an der Heimatfront. Seit dem Vietnamkrieg wurden nicht
mehr so viele US-Soldaten verstümmelt. Die orthopädische
Industrie kann die Nachfrage kaum bewältigen.
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Von Carsten Stormer,
November 2005
Sitzen und Laufen
Er sitzt. Ganz vorne auf der Stuhlkante. Die Fußspitzen
aufgestellt. Sprungbereit. Dieter Baumann erzählt von
seiner Laufkarriere und von seinem Leben danach...
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Von Katrin Zöfel,
November 2005
Die vergessene Front
des Krieges
Die Angst geht in Afghanistan um. Angst vor einer Wiederauflebung
blutiger Taliban-Attacken und einsickernden Al-Kaida Kämpfern
...
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Von Carsten Stormer,
November 2005
Schlaglicht aus Kolumbien
Texte
von Katrin Zöfel
aus dem fünfmonatigen Aufenthalt in dem gefährlichsten
Land der Welt.
Sonnenwirts letzte
Nacht im Turm
Zwei kräftige Burschen packen den Sonnenwirt bei den
Armen. Mit einem kräfigen Seil binden sie die Hände
und Füße des Verbrechers zusammen. Der windet und
dreht und wehrt sich. Vergebens. Schon schleifen sie den kleinen
Gnom hinter sich her durch die Menge, die angewidert zurückweicht.
Die gepflasterte Gasse entlang Richtung Turm. Das Volk jubelt
und gröhlt aus vollem Halse „Hängt ihn. Hängt
ihn. Zum Henker mit ihm“.
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...
Von Ellen
Köhrer, Oktober
2005
(Literarische Reportage zu Friedrich Schiller: Der Verbrecher
aus verlorener Ehre)
Grace' Welt
Wenn Grace Arach, 26, von Frieden spricht, erzählt sie
zuerst vom Krieg, denn sie hat Frieden niemals kennen gelernt.
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...
Von Carsten Stormer,
August 2005
Lernen, wieder Kind
zu sein
Im Norden Ugandas herrscht seit zwei Jahrzehnten Krieg. Einheimische
Sozialarbeiter kämpfen dafür, dass ehemalige Kindersoldaten
und vom Krieg betroffene Kinder wieder lernen, was es heißt
Kind zu sein.
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...
Von Carsten Stormer,
August 2005
Dummer Junge
„Ich lipe es, in Zoo zu kehen. Die Tiere kefallen mir.“
Wenn in der Schule reihum vorgelesen werden sollte, dann hat
Franz Heimendinger sich ausgerechnet, wann die Reihe an ihn
kommen würde. Hat schnell seinen Sitznachbarn gefragt,
was an der betreffenden Stelle steht und sie dann so gut wie
möglich auswendig gelernt. Fast flüssig konnte er
dann „vorlesen“. Dass er einige Buchstaben falsch
aussprach, fiel kaum auf. Ein Zweitklässler, der eben
erst Lesen lernt.
Von Karin
Kontny, Juni
2005
Genitale Verstümmelung
in Afrika
Sonntagmorgen irgendwo in Düsseldorf. Vier Mädchen
sitzen im Wohnzimmer auf dem Sofa, dicht nebeneinander. Maia
wird als erste in die Küche gerufen. Dort geht alles
sehr schnell. Zwei Frauen packen sie an den Armen und drücken
sie auf den Küchentisch. Zwei weitere Frauen zerren ihre
Beine auseinander und halten sie fest. Nach dem ersten Schnitt
haben die vier Erwachsenen Mühe, das fünfjährige
Kind festzuhalten. Maia schreit. Eine Hand presst ihr den
Mund zu. Schließlich wird sie ohnmächtig.
Von Lisa Napholcz,
Juni 2005
Mord auf der Schafweide
Es riecht nach frischem Tod. Es ist der dunkelrote Magen,
so groß wie ein Fußball. Er ist geplatzt und Gras
quillt heraus. Daneben die Därme, schleimig, grünlich
schimmernd, und die Lunge, sauber herausgetrennt. Darunter
ein Schaffell, am Stück.
Von Lisa Napholcz,
Juni 2005
Tod im Kongo
Der Tod kommt am 27. Januar in das Dorf Kawa. Oneka befindet
sich gerade auf den Feldern, um Kassava zu ernten, als er
das Geheul der anrückenden Lendu hört. Seine Frau
und seine vier Kinder befinden sich im Dorf. Er weiß,
was passieren wird. In Panik rennt er los. Als er Kawa erreicht,
hat das Massaker schon begonnen. Er stolpert über einen
toten Körper, beachtet es nicht, denkt nur an seine Familie.
Von Carsten
Stormer
Playboy, Juni
2005
Ohne jede Gnade
Laut UN findet im Kongo die größte Katastrophe
der Gegenwart statt. Zwei Kinder haben sie vorerst überlebt.
Von Carsten
Stormer
Der Tagesspiegel, 21.05.2005
Mit
UN-Geld neue Waffen kaufen
Die irregulären Milizen in Kongos Kriegsregion Ituri
wollen weiterkämpfen, obwohl sie sich offiziell entwaffnet
haben. Trotzdem beendet die UNO ihren Schutz von Vertriebenen.
Von Carsten
Stormer
taz Nr. 7641 vom 16.4.2005
Ein Heim für
Straßenkinder
Endlich hat Arkeuy ein Zuhause gefunden. Mit seinen 57 Kameraden
lebt er jetzt im Heim für Straßenkinder in Mae
Sai, am nördlichsten Zipfel von Thailand. Viele seiner
neuen Freunde haben zuvor auf der Straße gelebt, haben
gebettelt ...
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...
Von Ellen
Köhrer, April
2005
In den Killing Fields
von Kongo
Im ostkongolesischen Kriegsgebiet Ituri probt die UNO "robustes
Peacekeeping". Sie bekämpft brutale Milizen. Aber
die Demobilisierung der Lendu-Warlords bleibt symbolisch.
In Tche warten Opfer ethnischer Vertreibung auf den nächsten
Angriff.
Von Carsten
Stormer
taz Nr. 7635 vom 9.4.2005
Hoffnung auf Frieden
in Kongo
Die Mission in Kongo gehört zu den schwierigsten Einsätzen
der Vereinten Nationen. Wiederholt wurde den Blauhelmen Feigheit
vorgeworfen, weil sie angeblich nicht rigoros genug gegen
marodierende Milizen vorgingen. Carsten Stormer hat im umkämpften
Osten des Landes anderes gehört. Nach einem Ultimatum
zur Entwaffung der Rebellen soll nun die kongolesische Armee
für Sicherheit sorgen. Nicht viele glauben daran.
Von Carsten
Stormer
Tagesschau vom 9.4.2005
Ein Land ertrinkt
in Blut und Tränen
Das Schicksal des Tutsis Jean Pierre, der nur überlebte,
weil er sich im Bürgerkrieg 75 Tage in einem Erdloch
versteckt hat.
Von Carsten
Stormer
Stuttgarter Zeitung vom 6.4.2005
Technokraten statt
Kriegsfürsten
EineBilanz nach den Wahlen in Afghanistan.
Von Carsten
Stormer
IFDT: Information für die Truppe, April
2005
"Besser wir sterben
in Darfur"
Erst fielen die Bomben, dann kamen die Milizen. Schon oft
hatte Hashania Abakar Ahmed davon gehört, dass die sudanesische
Armee und die von ihr unterstützten Janjaweed-Reitermilizen
Dörfer bombardieren und niederbrennen, Frauen und Mädchen
vergewaltigen und die Männer töten. Wider alle Vernunft
hatten die Bewohner des Dorfes Orshey geglaubt, dass sie verschont
blieben. Doch im November 2003 kam der Tod auch nach Orshey.
Von Carsten
Stormer
taz Nr. 7622 vom 23.3.2005
Prinzessin für
achtundachtzig tolle Tage
11:11 Uhr, ein Blick in den schmalen Spiegel vor dem Auftritt
im Festsaal. Karin zupft sich die Locken zurecht, stellt den
Stehkragen ihres weißen Satinjäckchens gerade und
streicht den wallenden dunkelroten Rock glatt. „Dess
isch dr Höhepunkt. Da fühlt mr sich kurz wie a richtige
Prinzessin. So im Schloss mit Prinz an dr Seite und Audienz.“
Karin kennt das, denn sie war schon im vergangenen Jahr Faschingsprinzessin
der Reutlinger Narren.
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Von Ellen
Köhrer, Februar
2005
Krieg ohne Bühne
Adam Ibrahim klopft sich auf die Brust. „S - L - A“
ruft er und auf seinem Schoß wackelt die Panzerfaust.
Hinter ihm stehen, ordentlich aufgereiht, dutzende Kalaschnikows
und G3-Sturmgewehre. Am Boden liegen Handgranaten und Bajonette.
Aus dem gelben Turban des 23-Jährigen schlängeln
sich Rastalocken, um Hals, Oberkörper und Hüfte
baumeln an Kordeln und Schnüren aufgereihte Lederbeutel,
die mit Koransuren gefüllt sind - Hijabs. Sie sollen
ihn vor den Kugeln seiner Feinde schützen. Denn Adam
Ibrahim ist ein Kämpfer der SLA, der Sudanese Liberation
Army.
Von Carsten
Stormer
Financial Times vom 4.2.2005
In den Ruinen von
Darfur
In der Kriegsprovinz hungern ausgebombte Dorfbewohner und
sinnen Kindersoldaten auf Rache für die Ermordeten.
Von Carsten
Stormer
taz Nr. 7580 vom 2.2.2005
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