Wir trauern

03.07.2019

Sascha Blättermann ist tot. Der Journalist und Moderator war im ersten Lehrgang der Zeitenspiegel-Reportageschule und hat sich anschließend als freier Journalist und Moderator mit Schwerpunkt Wissenschaftsthemen selbstständig gemacht. Wir trauern um einen Kollegen und engen Freund unserer Schule, der häufig vorbeischaute und sich für die Ausbildung junger Reporter immer interessierte. Sascha wird am 13. Juli in seiner Thüringer Heimat beigesetzt.

Lernen von den Besten

28.06.2019

Die Reportageschule in Reutlingen will künftig noch besser werden und stellt sich daher breiter auf. Das neue Konzept soll mit einem bundesweit verankerten Leitungsteam realisiert werden. Die Schule trennt sich daher zum 1. Oktober vom bisherigen Kooperationspartner, der Reportage-Agentur Zeitenspiegel in Endersbach (Baden-Württemberg).
Leiter der Reportageschule ist weiterhin Philipp Maußhardt. Ihm zur Seite steht gleichberechtigt Ariel Hauptmeier, Mitgründer und Vorsitzender des Reporter-Forums. Konzeptionell beraten werden sie künftig von einem Dreier-Team, es besteht aus Heike Faller (Die Zeit), Wolfgang Bauer (Die Zeit) und Michael Obert (Reporter-Akademie Berlin).
Kern des neuen Konzepts: Dozentinnen und Dozenten vermitteln ihren Lehrinhalt sowohl in Form von Online-Tutorials und Video-Konferenzen als auch in Präsenz-Workshops. Ähnlich einer Redaktion sind die 12 bis 15 Studenten über das gesamte Jahr in die Produktion von Texten eingebunden.
Der bisherige Dozenten-Stamm der Schule aus Reporterinnen und Reportern renommierter Magazine wird erweitert, getreu dem Motto der Reportageschule Reutlingen: Lernen von den Besten.
Ausdrücklich steht der erzählende Journalismus weiter im Zentrum der Schule. „Wir brauchen nicht weniger, sondern bessere Reporterinnen und Reporter“, sagt Dr. Ulrich Bausch, Leiter der VHS Reutlingen. „Reportagen und Porträts vermögen besser als jedes andere journalistische Genre, Orientierungswissen zu vermitteln in einer unübersichtlichen Zeit. Wahre, präzise erzählte Reportagen sind heute wichtiger denn je.“ Ulrich Bausch hat die Reportageschule 2005 zusammen mit Philipp Maußhardt begründet. „Ich bedanke mich bei Zeitenspiegel für die bisherige Zusammenarbeit“, sagt Bausch.
Getragen wird die Reportageschule Reutlingen von der Volkshochschule, das Kultusministerium Baden-Württemberg und mehrere private Sponsoren finanzieren sie. Zum Kuratorium gehören unter anderem die Publizistin Ingrid Kolb, Edzard Reuter, Prof. Hermann Bausinger, Alexander Smoltzyk (Spiegel). Neu dazugekommen ist jetzt Cordt Schnibben (Reporterfabrik).
Die Ausbildung an der Reportageschule Reutlingen beginnt im Januar, dauert ein Jahr und mündet in die Produktion eines aufwändigen Reportage-Magazins, fotografiert von Studenten der Hochschule für Fotografie in Hannover.

Inklusionspreis Niedersachsen

24.06.2019

Fotograf Fabian Melber und Carolin Gißibl haben den 1. Platz beim Inklusionspreis Niedersachen 2019 für den Bereich Medien gewonnen. Die Jury hatte sich einstimmig für die Reportage, die für das Abschlussmagazin "Go" des 13. Lehrgangs entstanden ist, entschieden. Lob gab es auch für die Reportageschule, dass die Herausgeber den Mut hatten, solch ein Tabuthema ins Magazin zu nehmen. Die Preisverleihung fand am Freitag, 14. Juni, vor 4.000 Menschen statt und es gibt auch einen Youtube-Video dazu.

Nahaufnahmen-Recherche­stipendium 2019

09.04.2019

Die Jury hat entschieden: Der Gewinner des Nahaufnahmen-Recherchestipendiums 2019 heißt Fabian Franke. Der Alumniverein der Zeitenspiegel-Reportageschule wird seine Recherche mit 725 Euro unterstützen. Das genaue Thema möchte Fabian noch nicht verraten. Nur so viel: "Es geht um Insekten, Sex und eine Millionenindustrie".

Das Nahaufnahmen-Stipendium wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal an ehemalige Schüler der Reportageschule vergeben. Zur Jury gehörten Ellen Köhrer (Vorstand Verein), Uschi Entenmann (Geschäftsführerin Zeitenspiegel Reportagen) und Ariel Hauptmeier (Head of Storytelling Republik).

Bewerbungen

19.03.2019

Frühjahr: Jetzt trudeln wieder Bewerbungen für das nächste Schuljahr ein. Wir freuen uns auf gute Nachwuchsreporter*innen, die zum 15. Lehrgang einsteigen möchten. Was wir uns von Bewerbern wünschen, steht hier.

Barbara Bollwahn

30.07.2018

Die Reportageschule trauert um ihre Dozentin, die Reporterin Barbara Bollwahn. Durch ihren scharfisinngen Blick, ihren Humor, Ihre Offenheit und letztlich ihre Liebe zu den Menschen, über die sie schrieb, konnte sie viele junge Kollegen für den Beruf des Journalisten begeistern. Es war menschlich und beruflich eine Freude, mit ihr zusammen zu arbeiten. Vor allem bei unseren Schwarzwald-Ausflügen hat sie uns die Augen geöffnet für Menschen und Orte, an denen man sonst allzuleicht vorbeigeht. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.
Das Schulteam der Reportageschule.

Bewerbungen

20.06.2018

Derzeit laufen Aufnahmegespräche für den 14. Jahrgang ab Oktober. Wir sind sehr angetan von der Qualität der schriftlichen Bewerbungen und glauben, genügend talentierte Nachwuchsjournalist*innen für den nächsten Lehrgang zu finden. Daher unsere Bitte: Reichen Sie uns keine weiteren Bewerbungsunterlagen mehr ein, da die Bewertung doch sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und die Chanchen, zum Zug zu kommen, eher gering sind.

Recherche­stipendium

08.06.2018

Die Jury hat entschieden: Die Gewinner des Nahaufnahmen-Recherchestipendiums heißen David Krenz (Text) und Hannes Jung (Foto). Der Alumniverein der Zeitenspiegel-Reportageschule wird ihre Recherchen einer Geschichte im Kontext politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen in den Neuen Bundesländern mit 750 Euro unterstützen. Das Nahaufnahmen-Stipendium wurde in diesem Jahr zum ersten Mal an ehemalige Schüler der Reportageschule vergeben. Zur Jury gehörten Ellen Köhrer (Vorstand Verein), Uschi Entenmann (Geschäftsführerin Zeitenspiegel Reportagen) und Björn Stephan (freier Journalist). Das Stipendium wird im kommenden Jahr erneut ausgeschrieben.

Go-Heft "Erz-wärts"

09.11.2017

In der Lokalausgabe Aue der „Freien Presse“ gab es einen Artikel über das Go-Magazin. Zum Artikel

Der Pakt mit dem Teufel

15.10.2017

Wie ein Reporter sich auf den Faustischen Pakt einlässt, um der georgischen Mafia auf die Schliche zu kommen, darüber hat Anton Hunger einen Krimi geschrieben. Hunger arbeitete fast zwei Jahrzehnte als Journalist, darunter auch bei der Stuttgarter Zeitung. Von 1992 an war er 17 Jahre lang Kommunikationschef bei Porsche in Stuttgart. Heute sitzt er im Kuratorium der Reportageschule und lebt als Publizist und Autor am Starnberger See. Im Zentrum seines ersten Kriminalromans steht ein hoch angesehener deutscher Politiker, der von der georgischen Mafia bestochen wird. Der Journalist Tom Schollemer ist einer heißen Sache auf der Spur: Geldwäsche, Korruption, Waffenschieberei. Zwei Überfälle bei einer Recherchereise nach Athen überlebt er nur knapp, bevor er auf die richtige Spur kommt.