Guter Schnitt!

10.04.2017

An der Mai-Ausgabe des tollen Schweizer Magazins „Reportagen“ sind gleich vier Reportageschul-Absolventen beteiligt: Nancy Waldmann hat in ihrer Geschichte ein ganz wunderbares Sittenbild zu Deutschen und Polen geschrieben, aufgezogen an einem Mann aus Polen, der sich als der Rächer aller geklauten Fahrräder versteht und von den Deutschen links der Oder auch so gesehen wird - die eigenen Landleute rechts der Oder sehen das allerdings ein bisschen anders.
Barbara Bachmann hat eine großartige Recherche hingelegt, sich im Zuge dessen durch Berge an Akten, Zeitungsartikeln und Interviewaufnahmen gewühlt, um den Fall einer jungen Frau aus Italien zu rekonstruieren, die wegen Cybermobbings mittels Sexvideos Selbstmord begangen hat.
Philipp Wurm beschreibt in einem bildreichen Zwei-Seiter, wieso er auf einem Schrottplatz in Antwerpen gelandet ist, obwohl er doch eigentlich für eine Recherche gemütlich den Rhein hinunterschippern wollte.
Esther Göbel ist als vierte im Bunde neuerdings freie Redakteurin.
Übrigens: Für Journalisten bietet "Reportagen" extra ein vergünstigtes Abo an (60 statt 90 Euro pro Jahr), auf das wir gerne hinweisen.

Neuerscheinung

30.03.2017

Carsten Stormer, Absolvent der Reportageschule, seit vielen Jahren Zeitenspiegel-Autor und ausgewiesener Kriegsreporter, hat seine Erfahrungen und Erlebnisse aus vielen nicht nur abenteuerlichen, sondern auch brandgefährlichen Besuchen im syrischen Krisengebiet aufgeschrieben und berichtet detailliert und schonungslos von seinen Reisen in die Kriegs- und Krisengebiete des Nahen Ostens.
Die Schatten des Morgenlandes: Die Gewalt im Nahen Osten und warum wir uns einmischen müssen

Hansel-Mieth-Preis digital für Reportageschul-Absolventin

06.03.2017

Herzlichen Glückwunsch an Chistina Schmidt, die zusammen mit der Fotografin Maria Feck für ihre Multimedia-Reportage "Schweigen ist Tod" ausgezeichnet wurden. Die Geschichte über die hohe Selbstmordrate unter jungen Grönländern ist im März 2016 in der Digitalausgabe des "Spiegel" erschienen.
Weitere Informationen zu den Preisen und dem Gabriel-Grüner-Stipendium

Zahlreiche Nominierungen

10.11.2016

Für den Reporterpreis 2016, der am 5. Dezember in Berlin vergeben wird, sind gleich sechs Reportageschul-Absolventen in verschiedenen Preiskategorien nominiert:

  • Marius Münstermann und weitere 4 Co-Autoren mit "Entwicklungsgeld für blauen Dunst" in der Kategorie "Webreportage".

  • In der Kategorie "Freier Reporter" Anke Lübbert mit ihrer Reportage „Ja“ über ein Paar, das ein schwerstbehindertes Kind erwartet, und die unter anderem in der „Zeit“ erschienen ist. Außerdem Johannes Giesler mit "Grenzgänger", seiner Abschlussarbeit für das Go-Magazin.

  • In der Kategorie "Datenjournalismus" Katrin Langhans zusammen mit ihren Kollegen von der Süddeutschen Zeitung und dem Internationalen Konsortium für Investigative Journalisten mit "Recherche der Panama Papers".

  • Amrai Coen und Tanja Stelzer mit "Brüssel, 22. März 2016" in der Kategorie "Reportage", außerdem auch hier nochmal das "Panama-Team" mit Katrin Langhans.

  • Als „Beste Wissenschaftsreportage“ gehen gleich zwei Reportagen von Nicola Meier ins Rennen: „Das letzte Nashorn“ zeigt Kampf von Wissenschaftlern um den Erhalt einer vom Aussterben bedrohten Nashorn-Art. In „Wer rettet Klara?“ schreibt sie über die ethischen Probleme einer Medikamentenzulassung.

Schon die vielen Nominierungen sind ein toller Erfolg für die Autorinnen und Autoren. Die Reportageschule freut sich mit ihnen sehr darüber.

Die elf vom 11. Jahrgang

04.10.2016

Mit einem zünftigen Fest mit rund 100 Gästen wurde am 30. September in den Räumen der Volkshochschule Reutlingen der 11. Lehrgang verabschiedet. Neben dem "Go"-Magazin stellten die Absolventen ein weiteres Projekt vor, das sie während ihres Jahres an der Reportageschule produziert haben: „Saluti dalla Puglia“ ist ein Online-Magazin, das Geschichten von Armut und Aufbruch im süditalienischen Apulien erzählt. Gewidmet ist das Abschlussmagazin dem Eritreer Mehari Beyan, der als Minderjähriger aus seiner Heimat floh und Jahre später in einem Waldstück bei München Suizid beging. Doch es erzählt nicht nur Meharis Geschichte, sondern berichtet in zehn weiteren Reportagen vom Schicksal der Menschen, die wir oft nur als Teil anonymer Flüchtlingsstatistiken kennenlernen. Von der jungen Eritreerin Neda etwa, die, wie viele geflüchtete Frauen, auf ihrem Weg durch den Sudan misshandelt und vergewaltigt wurde. Von Männern wie Bluts Iyassu, der von Eritrea nach Israel ging, um sich ein neues Leben aufzubauen und stattdessen nur Ablehnung erfährt. Oder von Männern wie Hamit, der aus Aleppo floh und nun in Deutschland - weit weg von seiner Familie - an Depressionen leidet und auf unbürokratische Hilfe angewiesen ist.

Faire Mode

17.05.2016

Nachhaltige Mode ist heute sowohl in der High-Fashion als auch in der Alltagskleidung angekommen und rückt immer stärker ins Bewusstsein der Konsumenten. Darüber hat Ellen Köhrer jetzt ein Buch mit Porträts über 33 nachhaltige Labels weltweit plus 5 Experteninterviews mit ihren Visionen zur Zukunft der Mode und dem Status Quo in Sachen Nachhaltigkeit und Mode.

Außerdem dabei: Links zu Siegeln und Zertifikaten, Organisationen, Hochschulen und Blogs über nachhaltige Mode. Das Buch gibt's auf Deutsch und Englisch.

Terror in der Elfenbeinküste

14.03.2016

Wir sind tief bestürzt über den Terroranschlag in Grand-Bassam, bei dem heute, Montag, 14. März, 16 Menschen ums Leben kamen. Die Reportageschüler des 10. Jahrgangs haben im Mai 2015 Grand-Bassam als Ruhepol und geschichtsträchtigen Ort unweit der hektischen Großstadt Abidjan kennengelernt. Während unserer Auslandsreportagereise (-> unser Multimediaprojekt auf www.reporterreisen.com) haben wir in der Elfenbeinküste erlebt, dass ein verständnis- und respektvoller Umgang der Religionsgemeinschaften miteinander möglich ist und in diesem Land völlig selbstverständlich vielerorts gelebt wird.
Wir hoffen sehr, dass es den Terroristen nicht gelingt, Hass und Wut zu verbreiten. Den Hinterbliebenen der Opfer möchten wir unsere tiefe Anteilnahme ausdrücken.

Produktiv

10.12.2015

An gleich drei Büchern, an einem Kunstkatalog und einem Photobuch arbeitete Karin Kontny, Absolventin des 1. Jahrgangs, im Jahr 2015. Sie schrieb einen vielbeachteten Kulturführer für Baden-Württemberg („50 Dinge, die ein richtiger Baden-Württemberger getan haben muss“) und den Stadtführer „Best of Stuttgart - Die 50 Ziele“.
Für die Biografie des SWR1-Radiomoderators Stefan Siller „Neugierig - auf Leute und die ganze Welt“ übernahm sie die Redaktion. Das Photobuck „Dominas“ von Fotograf Max Eicke, für das sie ebenfalls die Redaktion innehatte, wurde vom Goethe-Institut als eines der besten Fotobücher 2015 bewertet. Es gehörte außerdem zu den Gewinnern des „International Photobook Dummy Awards 2015“ und tourte im Rahmen des Photobook-Festivals um die Welt.
Für den Katalog der Wanderausstellung „Kunst trotz(t) Handicap“ der Diakonie Deutschland schrieb Karin Kontny Porträts über international renommierte Outsider-Art-Künstler.

Nominierungen

19.11.2015

Vor einem Jahr gewann Christoph Dorner vom 9. Lehrgang der Schule beim Reporterpreis des Reporter-Fourms in der Kategorie "Beste Lokalreportage". Jetzt sind wieder drei Absolventen für den diesjährigen Reporterpreis nominiert. In der Kategorie "Beste Lokalreportage" sind es Karl Grünberg mit "Ene, mene, muh, und raus bist du", Celina de Cuveland mit "Wo ist Karl?" und Veronika Wulf mit "Schafzwitschern". Die beiden letzten sind Geschichten aus dem Go-Magazin. Außerdem ist das Onlinemagazin "Allez Bouaké" des 10. Jahrgangs für den Preis als "Beste Webreportage" nominiert. Jetzt heißt es Daumen drücken!

Im Zickzack durch das Westjordanland

26.10.2015

"Insel ohne Wasser, Vogel ohne Flügel" heißt ein neuer Reiseabenteuerführer, in dem Agnes Fazekas stimmungsvoll, hintergründig und anrührend beschreibt, wie die Menschen in einem religiös und politisch so aufgeladenen Land wie Palästina fühlen und denken, leben und überleben - und wie sie ihren Alltag in einer fragilen Heimat einrichten, die trotz allem ihr zuhause ist.

Zum Buch