Sonstige Nachrichten

  • Tobias HaberlDer Reporter Tobias Haberl (Bild: privat)

Einladung zum Workshop mit Tobias Haberl (SZ-Magazin)

08.09.2015

Am Samstag, den 26. September 2015, findet das Jahrestreffen des Netzwerks Reportageschule in Reutlingen statt. Ab 10 Uhr startet für alle Mitglieder des Alumni-Netzwerks ein Workshop mit dem Reporter Tobias Haberl vom SZ-Magazin. Haberl spricht über die Anbahnung von Geschichten, Recherchepraktiken, Fragen der Sprache und des Stils, aber auch über den Umgang mit Prominenten. Ziel ist es zu zeigen, wie langfristiges und präzises Arbeiten aussehen kann – im Kontrast zu schnellem, manchmal zu schnellem Recherchieren und Schreiben im digitalen Journalismus.

Im Anschluss um 16 Uhr beginnt die Jahreshauptversammlung des Netzwerks. Ende ist spätestens um 17:30 Uhr. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen. Anmeldungen bitte an julia.rommel (at) web.de.

  • KontaktDie Kontaktliste ist online!

Wer arbeitet für wen? - Kontaktliste von Absolventen

19.11.2014

Mehr als hundert Schüler haben in den vergangenen zehn Jahren die Zeitenspiegel Reportageschule absolviert. Einige von ihnen schreiben heute für große Redaktionen, von Geo über den Tagesspiegel bis zur Zeit. Gerade beim Start in die Freiberuflichkeit können sich Absolventen untereinander helfen. Eine Übersicht bietet die passwortgeschützte Liste Wer arbeitet für wen? Das Angebot ist nur für Mitglieder des Netzwerk Reportageschule zugänglich.

  • Dirk KurbjuweitDer Spiegel-Autor und Schriftsteller Dirk Kurbjuweit (Foto: Julian Nietzsche - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, http://tinyurl.com/hh7e6qm)

Jahrestreffen Netzwerk Reportageschule

29.08.2014

Das Jahrestreffen des Netzwerks Reportageschule 2014 findet in Berlin statt. Dazu sind alle Mitglieder herzlich eingeladen. Wir treffen uns am Samstag, den 11. Oktober, um 10 Uhr in der Alten Kantine Wedding, Uferstraße 8, 13357 Berlin.

Auf dem Programm steht unter anderem ein Reporter-Workshop, der vom Spiegel-Autor und Schriftsteller Dirk Kurbjuweit geleitet wird. Darin geht es um Aufbau und Struktur von Reportagen, Sprache und journalistische Ethik. Gegen 16 Uhr findet die Jahreshauptversammlung statt.

Wer die Veranstaltung besuchen möchte, meldet sich bitte bis zum 26. September 2014 an unter info (at) philipp-eins.de. Für die Mitglieder des Netzwerks Reportageschule ist die Teilnahme kostenfrei. Alumni aus Berlin stellen außerdem Schlafplätze zur Verfügung.

  • Silke BurmesterFoto: Eva Häberle

Kreatives Schreiben

16.09.2013

Da geht noch was Wir sind gut. Unsere Texte sind gut. Gedruckt wird was wir machen auch. Aber geht es noch besser? Schwungvoller, origineller, überraschender, treffender? Für den oder die Schreibende lustvoller, motivierender, begeisternder?

Ja, das tut es. Zu 97 Prozent. Wie, das wird in diesem Seminar unter Schweiß, Herzrasen, Haareraufen und Lachanfällen erarbeitet.

Netzwerk-Workshop mit Silke Burmester am Samstag, 28. September, von 10:30 bis 16 Uhr

Anmeldungen bitte per Mail an jr(at)text-salon.de

  • Andreas ÖhlerAndreas Öhler

Die essayistische Reportage

05.09.2012

Workshop am Samstag, 29. September 2012, von 10 bis 17 Uhr in der Reportageschule Reutlingen

Hartnäckig hält sich das Gerücht unter den schreibenden Kollegen, dass der Essay die Königsdisziplin sei. Das Problem ist nur, dass die Monarchie hierzulande abgeschafft wurde, und es hierzulande kaum noch Könige gibt, die diese Form dramaturgisch und stilistisch beherrschen. Was heutzutage alles so unter dem Label Essay firmiert, erweist sich bei näherem Hinsehen als schlichter Besinnungsaufsatz, wie wir ihn aus den Deutsch-Leistungskursen kennen. Seine intellektuelle Steigerung erfährt er allenfalls noch in dem oft „bewitzelten Versuch einer Annäherung“ einer Seminararbeit an der Uni.

Es müsste unserer Zunft zu denken geben, dass die besten Essayisten der Gegenwart Autorinnen und Schriftsteller sind, die sich mit dem Verfertigen von Romanen einen Namen machten und nicht wir Journalisten. Gehen unsere literarische Kollegen spielerischer mit dieser poetischen Sachprosa um? Verstehen sie mehr von der Inszenierung des richtigen Augenblicks? Schreiben Sie eher tiefschürfend? Und wir Journalisten eher weitschweifend? Was unterscheidet den Reporter vom Essayisten, wo doch beide Genre von der genauen Beobachtung leben? Der Essay ist das Eitelste aller Genres und eine Spielwiese für Narzissten. Denn die reflektierende Selbstbespiegelung ist Teil seines Wesens.

In Zeiten des sogenannten Informationszeitalters, das trotz oder wegen seiner dauernden Medienumbrüche intellektuell auf der Stelle tritt, könnte der Essay die Entdeckung der Langsamkeit, das Widerlager im Räderwerk sein. Doch er ist widerborstig, er ist langsam und er denkt nicht in Informationsverwertungskategorien. Was für viele heutige Lifestyle-Texte zutrifft („Mein Artikel tut doch niemandem was, er will doch nur spielen“) widerstrebt jedem guten Essay. Er nimmt die Welt ernst, er greift stets auf profunde Sachkenntnisse aus allen wissenschaftlichen Bereichen zurück. Die nimmt er neu in den Blick und wendet sie vor den Augen des Lesers, sodass ein gewagtes originelles Gedankenkonstrukt entsteht – im besten Fall. Er hat keine Angst vor Abstraktionen, ist theorieverliebt und weiß diese Liebe sinnlich zu vermitteln. Er ist ein Leseverführer. Die, die sich von ihm verführen lassen, müssen sich allerdings auf das Lesen verstehen und dessen intellektuelle Empathie teilen.

Ablauf

Mein Werkstatttag über den Essay beginnt mit der Auswertung vorab eingereichter essayistischer Arbeiten. Das geschieht in diskursiver Beratung mit den Teilnehmern. Es müssen keine ganzen Essays geliefert werden, es reichen Passagen, von denen die Autoren denken, das sei ein Essay.
Wir reden über das Anfertigen von politischen Essays, (was man von Orwell und Biermann lernen kann). Wir reden über den philosophischen Essay (Montaigne bis Benjamin), auch über Gegenwartsessayisten (Diez, Rutschky, Lewitscharoff).

Wir werden gemeinsam in Erfahrung bringen für welche Ressorts der Essay eine taugliche Form sein könnte. Da die meisten Teilnehmer aus der „Reportage“- Ecke kommen, wird ein besonderer Schwerpunkt dieser Werkstatt die Genreverwandtschaft und Abgrenzung behandeln.

Dozent

Der Dipl.-Soziologe Andreas Öhler, (Jahrgang 1958), studierte an der Freien Universität Berlin, Literatursoziologie, Politik, Publizistik und Psychologie und war Mitbegründer der „Essaykooperative“ unter Prof. Urs Jaeggi. Danach folgte ein Postgraduiertenstudium im Fach Journalistik in Stuttgart Hohenheim. Öhler war Co-Autor und Regieassistent namhafter Dokumentarfilmessayisten, ab 1994 selbst Regisseur von mehreren Fernsehdokumentationen für ARTE, 3Sat, ARD und ZDF.

Daneben zusammen mit Trude Trunk Autor zahlreicher Essays über Architektur, Kino, Literatur. Fellow-Assistent von Wolf Biermann im Wissenschaftskolleg zu Berlin.
Von 2000-2010 Literaturredakteur des Rheinischen Merkur in Bonn. Seit 2010 Redakteur und Autor bei der ZEIT-Beilage Christ und Welt.

  • Ackerbürgerhaus Spendhausstraße 5Das neue Domizil der Reportageschule

Jahrestreffen Netzwerk Reportageschule 2012

18.08.2012

Schon mal vormerken: Am frühen Abend des 28. September findet unser Alumni-Jahrestreffen in der Zeitenspiegel Reportageschule Günter Dahl statt. Danach feiert der aktuelle Jahrgang seinen Abschied und der neue wird begrüßt.

Am 29. September geht es für die Alumni weiter mit einem Workshop über essayistische Reportage.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

  • GründungssatzungDie Gründungssatzung des Netzwerks Reportageschule wird einstimmig angenommen.
  • GründungssatzungEine Absolventin unterzeichnet die Gründungssatzung
  • GründungssatzungAuch Dozent Erdmann Wingert gehšört zu den Gründungsmitgliedern

Absolventen gründen Förderverein „Netzwerk Reportageschule“

15.10.2011

Am 14. Oktober 2011 haben Absolventen der Zeitenspiegel-Reportageschule Günter Dahl in Reutlingen einen Förderverein gegründet. 24 ehemalige Journalistenschüler sowie Dozenten setzten ihre Unterschrift unter die Gründungssatzung des künftigen „Netzwerk Reportageschule e.V.“ Ziel des Vereins ist es, den verantwortungsbewussten Qualitätsjournalismus zu fördern und insbesondere diejenigen, die als unabhängige Reporter von diesem Journalismus leben wollen.

Das Netzwerk Reportageschule e.V. will unter anderen dafür sorgen, dass junge Journalisten an der Reutlinger Journalistenschule weiterhin eine hervorragende Ausbildung erhalten. Eine Ausbildung, die umsichtige Recherche genauso lehrt wie das Erzählen bewegender Geschichten und Erklären komplexer Zusammenhänge, und die junge Reporter darüber hinaus mit dem Handwerkszeug für die crossmediale Zukunft ihres Berufs ausstattet.

Um diesen Anspruch halten und ausbauen zu können, wird der Förderverein künftig u.a. Zuschüsse zu Recherchen bereitstellen und Gastvorträge renommierter Journalisten und Medienexperten organisieren.

Die freie Journalistenschule in Reutlingen bildet seit 2005 junge Journalisten und Reporter aus. Gegründet wurde sie von der Agentur Zeitenspiegel und der Volkshochschule Reutlingen. Schwerpunkte in dem einjährigen Lehrgang liegen auf Magazinjournalismus und Sozialreportagen. Bisher haben rund sechzig Absolventen hier das Reportage-Handwerk gelernt.

Der Aufbau eines Absolventennetzwerks an der Zeitenspiegel- Reportageschule Günter Dahl wird von der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart gefördert.